Die Prostata oder Vorsteherdrüse

Was Männer über die Prostata wissen sollten.

Was fällt Ihnen spontan zum Thema Prostata ein? Vielen werden auf diese Frage einen bunten Strauß an Assoziationen äußern. Vor allem Erkrankungen werden ein Thema sein, aber vielleicht auch komische Geschichten von Steinschneidern im Mittelalter oder irgendetwas mit Geschlechtsverkehr. Im Folgenden soll das Organ Prostata von verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Es geht im speziellen darum, welche Funktion die Prostata hat, warum eine Vorsorge sinnvoll ist, wo sie liegt und welche Probleme sie machen kann.

Wo liegt die Prostata?

Wo liegt die Prostata?

Weshalb die Prostata auch Vorsteherdrüse heißt.

Die Prostata ist eine Drüse, die nur beim Mann vorkommt und sich im kleinen Becken unterhalb der Blase befindet. Der Name Prostata setzt sich aus zwei lateinischen Silben zusammen: „pro“, was „vor“ bedeutete und „stare“, was „stehen“ heißt.1 Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass die Übersetzung von Prostata „Vorsteherdrüse“ lautet. Diese Bezeichnung geht vermutlich auf die sogenannten Steinschneider zurück, die Patienten bis ins 19. Jahrhundert Blasensteine entfernten, indem sie einen Schnitt auf den Damm zwischen Hodensack und Anus setzten und sich so Zugang zur Harnblase verschafften. Da man bei dieser Vorgehensweise immer zuerst auf die Vorsteherdrüse stößt, erhielt sie ihren Namen.

Die Funktion der Prostata

Über die Prostata und männliche Sexualität.

Wozu haben wir die Prostata nun eigentlich? Diese Frage kann laut einer Umfrage der Europäischen Gesellschaft für Urologie von 2019 nur jeder vierte Mann über 50 beantworten.2 Man sieht also, dass die Prostata eine oftmals vernachlässigte Körperstruktur ist, obwohl sie für die Sexualität des Mannes eine entscheidende Rolle spielt. Beim Fortpflanzungsakt ist die Ejakulation (die Freisetzung des Spermas aus der Harnröhre) der wichtigste Teil. Hierdurch gelangen die männlichen Keimzellen in die Scheide (Vagina) der Frau, von wo aus sie zu den Eizellen schwimmen und diese befruchten können. Damit die Spermien hierzu genug Energie zur Verfügung haben und um sie vor den äußeren Einflüssen in der Scheide zu schützen, sind sie in eine weißliche Flüssigkeit eingebettet, die nicht wie die Samenzellen in den Hoden, sondern erst in der Prostata und den Bläschendrüsen gebildet wird. Der Ausführungsgang der Bläschendrüsen sowie der Samenleiter münden direkt in der Prostata in die Harnröhre, sodass erst dort die Komponenten des Ejakulats zusammentreffen.

Icon Mythen vs Fakten Prostata

Zwei Mythen zum Thema Prostata

Mythos #1: Untersuchungen beim Urologen sind unangenehm und schmerzhaft

Leider ist dieses Vorurteil immer noch Grund dafür, dass viele Männer erst viel zu spät zum Urologen gehen. In der Tat ist ein Besuch beim „Männer-Arzt“ meistens kurz und schmerzlos. Das Abtasten von Prostata dauert keine zehn Sekunden, und eine Ultraschall-Untersuchung – ca. eine Minute.

Mythos #2: Eine Vergrößerung der Prostata trifft nur ältere Männer

Auch das stimmt nicht: schon ab dem 30. Lebensjahr können bestimmte hormonelle Prozesse zur Vergrößerung von Prostata führen, was in diesem Alter allerdings meistens noch keinen Krankheitswert hat.

Erkrankungen der Prostata

Erkrankungen der Prostata

Wenn die Prostata Probleme macht.

Es gibt verschiedene Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der Prostata auftreten können. Neben der gutartigen Prostatavergrößerung sind dies die Entzündung der Prostata und das bösartige Prostatakarzinom. Die akute Prostatitis (Prostataentzündung) tritt eher bei jüngeren Männern auf und kann sich durch Schmerzen, Probleme beim Wasserlassen und unter Umständen auch Fieber bemerkbar machen. Die Erkrankung wird durch Bakterien ausgelöst, ist daher in der Regel gut mit Antibiotika behandelbar und heilt normalerweise unter Therapie vollständig aus.

Eine Unterform der Prostatitis ist das chronische pelvine Schmerzsyndrom (CPPS), bei dem die Symptome einer Prostataentzündung auftreten, ohne dass ein auslösendes Bakterium gefunden wird. Je nach Form der Erkrankung kann die Prostata selbst entzündet sein. Das CPPS zeichnet sich vor allem durch Schmerzen im Beckenbereich aus, hinzu können der Toilettengang und die Erektionsfähigkeit betroffen sein.
Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) tritt am häufigsten im Alter zwischen 70 und 80 Jahren auf ist im Gegensatz zu den anderen beschriebenen Erkrankungen überwiegend schmerzlos - im Anfangsstadium vollkommen symptomlos. Daher wird er oftmals nur zufällig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.


Prostata Vorsorge

Einige Sorgen weniger: Die Vorsorge

Besonders um Prostatakarzinome frühzeitig zu erkennen, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung der Prostata sehr wichtig. Je früher Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungsaussichten und Heilungschancen.

Viele Männer, die Anspruch auf diese Untersuchung haben, nehmen dieses Recht jedoch nicht wahr. In einer Umfrage von 2014 gaben lediglich 20% der Männer zwischen 45 und 49 Jahren an, in letzter Zeit die Vorsorge wahrgenommen zu haben. Der Trend ist mit zunehmendem Alter zwar ansteigend - in der Gruppe der über 50-jährigen sind es bereits knappe 33%, bei den über 60-jährigen knappe 49% und bei den über 70-jährigen 55,5% -, aber auch die Auftretenswahrscheinlichkeit für ein Prostatakarzinom nimmt mit dem Alter stark zu und erreicht ihren Gipfel zwischen 70 und 80 Jahren.

Heutzutage tritt Prostatakrebs im Durchschnitt bei einem von 1000 Männern auf4. Trotz des Vorsorgeangebots werden 21% der Prostatakarzinome erst in Stadium IV entdeckt, wenn der Tumor bereits sehr groß ist oder sich sogar schon auf Lymphknoten oder andere Organe ausgebreitet hat4. Während die Stadien I-III hohe Überlebensraten verzeichnen, fällt die Prognose bei Stadium IV auf nahezu die Hälfte. Somit ist ersichtlich, dass die Vorsorge kein Streich ist, den sich Ärzte und Krankenkassen ausgedacht haben, um Ihre Patienten zu ärgern. Die Krebsvorsorge ist nicht nur wichtig, sie kann sogar lebenswichtig sein.

Und eines gilt es immer zu bedenken: dem Krebs ist es egal, ob Sie zur Vorsorge gehen oder nicht. Wenn er sich einmal bequem eingenistet hat, wird er wachsen. Wir können nur den Vorteil nutzen, ihn noch in den Kinderschuhen zu erwischen, statt uns mit seiner voll entwickelten, wehrhaften Endversion anzulegen. Zum Urologen zu gehen bedeutet nicht, dass man danach eventuell Krebs hat. Sollte die Diagnose nach dem Besuch gestellt werden, war der Krebs auch schon vorher da. Das gute ist nur, dass man nun den Gegner kennt und Maßnahmen gegen ihn ergreifen kann.

Ihr Anspruch auf eine Prostatavorsorge.

Das Recht auf eine Früherkennungsuntersuchung ist seit 1971 gesetzlich verankert. Ab 45 haben Männer Anspruch auf eine jährliche urologische Vorsorgeuntersuchung, deren Kosten vollständig von der Krankenkasse getragen werden. Neben der Früherkennung einer benignen Prostatahyperplasie ist diese auch von entscheidender Bedeutung für die frühe Diagnose von Prostatakrebs und die dadurch verbesserten Heilungschancen. Es lohnt sich also, dieses kostenlose Angebot anzunehmen!

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, den Bürger über ihm zustehende Vorsorgemaßnahmen zu unterrichten. Somit werben die Krankenkassen zwar oftmals in verschiedenen Formaten für die Krebsvorsorge, ein personalisiertes Anschreiben oder ähnliches erhält der Versicherungsnehmer jedoch nicht. In der Regel sind es die Hausärzte, die ihre Patienten im Gespräch auf die Vorsorgeuntersuchung aufmerksam machen – aber auch hier besteht keine Verpflichtung. Somit liegt es am Ende in der eignen Hand, sich über die Vorsorge zu informieren und diese wahrzunehmen.

Die Vorsorgeuntersuchung.

Die Vorsorgeuntersuchung beinhaltet ein Anamnesegespräch, in dem unter anderem Beschwerden und familiäre Vorbelastungen erfragt werden. Danach folgt eine kurze Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane und der Leiste sowie eine digital-rektale Untersuchung.

Der PSA-Wert, den viele intuitiv mit der Prostatavorsoge verknüpfen, ist nur eine mögliche zusätzliche Leistung, die von der Krankenkasse jedoch nicht erstattet wird (IGeL). Grund hierfür ist die umstrittene Bedeutung dieses Wertes für die Diagnostik und die Frage nach der Konsequenz, die aus den Messwerten gezogen werden soll. Lassen Sie sich hierzu am besten von Ihrem Arzt/ Ihrer Ärztin individuell beraten!

Icon Check

Selbstcheck: Wann zum Arzt?

Bei folgenden Symptomen sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen:

  • Blut im Urin
  • vermehrter Harndrang bei schwachem Harnstrahl
  • Schmerzen beim Wasserlassen und/oder geringere Urinmenge
  • Schmerzen bei der Erektion
  • verminderter Samenerguss oder verändertes Ejakulat
  • Prostataschmerzen

1 Langenscheidt Latein-Deutsch Wörterbuch - Übersetzung
2 Umfrage zeigt geringes Bewusstsein über Funktion und Gesundheit der Prostata bei Männern - Boston Scientific
3 Inanspruchnahme von Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (gbe-bund.de)
4 Krebs in Deutschland | 2015/2016 | Prostata C61 (krebsdaten.de)
5 Ein Volk von Hasenfüßen - DER SPIEGEL

Alle Inhalte der Seite werden von medizinischen Experten überprüft


Beratende Experten / Autoren:
Autor
Frau Dr. Violetta Horn
Ärztin, Homöopathie- und Pharmakologieexpertin
Autor
Herr Felizian Kühbeck
Arzt, Medizin- und Pharmakologieexperte

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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